Stabat Mater 4 Soli-Choir-Orchestra Vocal Score - Gioachino Rossini

Andreas Schenck

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Rossini Stabat Mater 4 Soli-Choir-Orchestra Vocal Score (Andreas Schenck)
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Von wenigen Jugendmessen abgesehen, hatte die geistliche Musik in Rossinis Werk bis 1829, dem Uraufführungsjahr seiner letzten Oper, Wilhelm Tell, einen geringen Stellenwert. 'Bin ich etwa ein gelehrter Musiker?', antwortete Rossini noch 1841 im Gespräch mit François-Joseph Fétis auf dessen Frage, ob er nicht für die Kirche komponieren wolle.1) Daß Rossini mit dem Stabat Mater dann doch ein herausragendes geistliches Werk schuf, ist um so erstaunlicher, als dessen Entstehung und Veröffentlichung nur einer Verkettung glücklicher Zufälle zu verdanken ist. Im Februar 1831 befand sich Rossini auf einer Ferienreise in Spanien, wo er mit einem hohen Madrider Geistlichen, dem Staatsrat Manuel Fernandez Varela, bekannt wurde. Dieser war ein großer Verehrer Rossinis und bat den Meister, ein Manuskript aus seiner Hand besitzen zu dürfen, am liebsten ein Stabat Mater. Aus Gefälligkeit willigte Rossini ein und begann einige Monate später in Paris mit der Komposition. Er hatte sechs Sätze vollendet (die Nummern 1 und 5-9), als ihn sein Gesundheitszustand zu einer Unterbrechung der Arbeit zwang. Da Varela drängte, bat Rossini seinen Komponistenkollegen Giovanni Tadolini, das Werk für ihn fertigzustellen. Versehen mit einer Widmung und der Auflage, es weder zu verkaufen noch zu veröffentlichen, sandte Rossini das Gemeinschaftswerk unter seinem Namen nach Madrid. Dort wurde die Fassung am Karfreitag des Jahres 1833 aufgeführt und verblieb danach in Varelas Privatbesitz, bis dieser 1837 starb. Rossini hatte sich gänzlich vom Komponieren zurückgezogen, als ihn 1841 die Nachricht vom Wiederauftauchen des Manuskripts und Weiterverkauf durch die Erben Varelas erreichte. Wohl um seinen Ruf besorgt, schloß er im September 1841 einen Vertrag mit dem Verlag Troupenas, in dem er zusagte, das Stabat Mater selbst zu vollenden. Das Manuskript Rossini-Tadolini war jedoch unterdessen an den Pariser Verleger Aulagnier gelangt. Dessen Bitte um Veröffentlichung beschied Rossini abschlägig, woraufhin sich ein (publikumswirksamer) Rechtsstreit zwischen den beiden Verlagen um das Werk entwickelte. Er endete damit, daß, dem Willen Rossinis entsprechend, Troupenas die von Rossini komponierten Teile zugesprochen wurden, während Aulagnier nur die von Tadolini geschaffenen Teile veröffentlichen durfte. Bereits am 24. September 1841 schickte Rossini Troupenas die fehlenden Teile 2 bis 4 und kündigte den Schlußsatz an. Im Oktober wurden einige Sätze in Salons vorab aufgeführt, woraufhin der eigentlichen Uraufführung beträchtliche Erwartungen vorausgingen. Diese fand am 7. Januar 1842 im Théâtre Italien in Paris statt und wurde für Rossini zu einem grandiosen Triumph. Zwei Monate später führte Gaetano Donizetti das Stabat Mater im Liceo Bologna auf, wo das Werk ebenfalls eine solche Resonanz erfuhr, daß später zur Erinnerung an diese Erstaufführung im Saal des Liceo eine Gedenktafel angebracht wurde. Aber es gab auch Kritik. Vielfach wurde das Werk als zu opernhaft bezeichnet, wobei über Stilfragen hinaus dem Komponisten auch mangelnde religiöse Empfindung unterstellt wurde. Nun liegt mit dem Stabat Mater kein der Andacht zugewandtes Stück kirchlicher Gebrauchsmusik vor; in Umfang und Besetzung, aber auch in seinem dramatischen Gestus stellt es sich vielmehr in die Reihe der großen, für den Konzertgebrauch geschriebenen geistlichen Werke des 19. Jahrhunderts. Dabei greift Rossini vielfach auf die kirchenmusikalische Tradition zurück. Beispiele für die Anknüpfung an ältere Kompositionstechniken sind die beiden a-cappella-Sätze, deren erster als eindringliche Anrufung von Solobaß und Chor gestaltet ist, während im zweiten aus der absteigenden Chromatik die Bitte nach der Herrlichkeit des Paradieses aufleuchtet. Hierzu gehört auch die Verwendung des Kreuz-Motivs in den Holzbläsern im Soloquartett Sancta Mater, istud agas. Mit den drohenden Blechbläser-Fanfaren in der Arie für Sopran und Chor. Inflammatus et accensus knüpft Rossini an die Schilderungen des Jüngsten Gerichts in Requiem- Vertonungen an, und nicht zuletzt ist die abschließende Doppelfuge eine Referenz an die 'gelehrte' Komposition. Eine dunkle Färbung bestimmt nicht nur den einleitenden g-Moll-Satz; das opernhafte Melos ist durchweg von ernstem Grundton. Von sanften Hörnerklängen eingeleitet, werden das Duett für Sopran und Alt Quis est homo und die Alt-Arie Fac, ut portem Christi mortem dem Charakter der Marienklage aufs Schönste gerecht, und auch die strahlende Tenor-Arie Cuius animam gementem, sicherlich das umstrittenste Stück des Stabat Mater, klingt ruhig und kontemplativ aus. Heinrich Heine, der der Uraufführung beiwohnte, zählt zu den überzeugendsten Befürwortern des Werkes und rühmt dessen naive Frömmigkeit und Überschwenglichkeit. Auch der unter dem Eindruck des Stabat Mater entstandene Ausspruch Théophile Gautiers, daß italienische Kirchenmusik 'glücklich, lächelnd, fast lustig und immer ein Fest' sei 2), zielt auf die Wahrhaftigkeit des Werkes, für das eine Unterscheidung zwischen Opern- und Kirchenstil unerheblich ist. Aufgrund der Kraft seiner Melodien und des Reichtums der Komposition, deren Gesamtzusammenhang die wechselhafte Entstehungsgeschichte nicht mehr erkennen läßt, hat Rossinis Stabat Mater bis heute seinen Platz im Konzertleben behauptet.

Content

  • Introduzione
  • Aria
  • Duetto
  • Aria
  • Coro E Recitativo
  • Quartetto
  • Cavatina
  • Aria E Coro
  • Quartetto
  • Finale

Productdetail

Composer(s):

Publisher(s):

Publishernumber:

P8764

ISBN:

9790014071059

Number:

100749

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